Der Besuch des BMW Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) war für viele ein absoluter Höhepunkt des Lionsjahrs. Nachdem sich alle Interessierten am Infostand vom FIZ getroffen hatten, begann der kurzweilige Abend mit einer Führung durch das weitläufige Forschungszentrum, bei dem Blicke hinter die Kulissen dieser Ideenschmiede möglich wurden.
Mitte der 70iger Jahre entstand die Idee, das FIZ zu konzipieren, um nutzbringende Ideen möglichst effizient für den Kunden zu erschließen. Das FIZ (ca. 350.000m ²) besteht seit 1986 und wird permanent aus Platzgründen erweitert. Der letzte Neubau (Projekthaus) ist Kern der Erweiterung des Forschungs- und Innovationszentrums der BMW AG in München.
Das fünfgeschossige, quadratische Gebäude mit einer Kantenlänge von ca. 110 Meter positioniert sich in Ost-West-Richtung auf der zentralen Erschließungsachse des FIZ und nimmt in Nord-Süd-Richtung die Prozessachse der Fahrzeugentwicklung auf. Vier Gebäudemodule, jeweils durch Mezzanine zu Doppelgeschossen zusammengefasst, gruppieren sich um ein kreisförmiges Atrium. Die Projektflächen sind als großflächige Arbeitsräume für 2000 Ingenieure konzipiert.
Im FIZ sind alle für die Entwicklung eines Fahrzeuges notwendigen Abteilungen an einem Platz konzentriert, wie z.B. Design, Konstruktion, Einkauf, Musterbau und Prototypenbau. Durch die zukunftsweisende und weltweit einzigartige Entscheidung alle systemrelevanten Abteilungen an einem Ort zusammenzuziehen, konnten die Entwicklungskosten deutlich gesenkt werden. Auch die Zeit bis zur Serienreife eines Autos konnte von 7 Jahren auf unter 30 Monate gesenkt werden. Am FIZ arbeiten zur Zeit ca. 8.500 Mitarbeiter in München insgesamt sind es ca. 20 000.
Nach dieser ausführlichen Einweisung in die Entstehungsgeschichte vom BMW Forschungs- und Innovationszentrum führte uns dann Frau Hähle durch einige Abteilungen wie zum Beispiel den Lichtkanal, in dem wir die Wirkungsweise verschiedener Lichttechnologien sehen konnten. Der beeindruckende Katapultprüfstand, an dem gerade ein Versuch aufgebaut wurde und die Abteilung für Betriebsfestigkeit, wo viele Komponenten 24 Stunden Belastungstests unterzogen werden, waren besonders interessant. Höhepunkt war dann die EMV Halle, ein riesiges, abgeschirmtes Testlabor für Prüfungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit von Baugruppen und ganzen Fahrzeugen..
Nach dieser beeindruckenden Führung hatten wir Gelegenheit uns noch bei einer guten Brotzeit zu stärken und unsere zahlreichen Fragen zu stellen und diskutieren.
Fazit allerseits: "Das nächste Auto wird auf jeden Fall ein BMW…"